Hyaluronidase löst Hyaluronsäure im Gewebe auf – schematische Darstellung

Hyaluronidase

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Hyaluronsäure auflösen in Berlin

Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure abbaut. Vielen ist es unter dem Präparatenamen Hylase® bekannt. In der ästhetischen Medizin wird es eingesetzt, um eingebrachte Hyaluronsäure wieder aufzulösen, etwa wenn Material ungleichmäßig liegt, wenn ein Ergebnis anders ausfällt als besprochen oder wenn medizinische Gründe eine rasche Auflösung erfordern.

Dass sich Hyaluronsäure wieder auflösen lässt, ist einer der Gründe für ihre Verbreitung: Eine Behandlung damit ist grundsätzlich umkehrbar. Die Anwendung von Hyaluronidase ist eine ärztliche Leistung und setzt eine persönliche Untersuchung und Aufklärung voraus.

Hyaluronidase auf einen Blick

Behandlungsdauer

ca. 15–30 Minuten

Ergebnis sichtbar

sofort, Endergebnis nach ca. 1–3 Tagen

Haltbarkeit

bleibend

Kosten

ab 200 €

Hyaluronidase: Wirkung und Einsatz

Wie das Enzym wirkt

Hyaluronidase spaltet die langen Ketten der Hyaluronsäure in kleinere Bruchstücke, die der Körper anschließend abbaut. Das betrifft eingebrachte Hyaluronsäure ebenso wie die körpereigene. Letztere wird allerdings fortlaufend neu gebildet, sodass sich dieser Anteil innerhalb weniger Tage wieder aufbaut.

Hyaluronidase erklärt: ungünstig liegender Filler an Lippen und Wange und wie das Enzym Hyaluronsäure abbaut
Bildplatz: Spaltung der Hyaluronsäureketten durch das Enzym, schematisch

Wann eine Auflösung infrage kommt

Wenn Material ungleichmäßig liegt oder eine sichtbare Kante bildet, wenn zu viel eingebracht wurde, wenn sich das Ergebnis über die Zeit anders entwickelt als erwartet oder wenn Hyaluronsäure in der falschen Ebene liegt und dadurch durchschimmert. Daneben gibt es medizinische Gründe, bei denen eine rasche Auflösung notwendig wird; darüber wird vor jeder Behandlung mit Hyaluronsäure aufgeklärt.

Wo das Enzym nicht wirkt

Hyaluronidase wirkt ausschließlich auf Hyaluronsäure. Biostimulatoren auf Basis von Calciumhydroxylapatit oder Poly-L-Milchsäure und dauerhafte Materialien lassen sich damit nicht auflösen. Deshalb ist die Frage, was seinerzeit eingebracht wurde, ein wichtiger Teil des Vorgesprächs. Auch unterscheidet das Enzym nicht zwischen dem Material, das stören soll, und dem, das bleiben darf; entsprechend gezielt und zurückhaltend wird gearbeitet.

So läuft die Behandlung bei LIMEA ab

1. Zunächst wird erfasst, was wann und in welcher Region eingebracht wurde. Behandlungsunterlagen früherer Behandlungen sind dabei hilfreich, auch wenn sie keine Voraussetzung sind. Anschließend wird die Region abgetastet und beurteilt, wo Material liegt.

2. Das Enzym wird gezielt in den betroffenen Bereich eingebracht. Weil allergische Reaktionen auf Hyaluronidase vorkommen, wird je nach Situation vorab ein Verträglichkeitstest durchgeführt und die Reaktion nach der Anwendung beobachtet.

Hyaluronidase bei LIMEA: Wirkung des Enzyms und Ablauf der Behandlung in zwei Schritten
Bildplatz: Gezieltes Einbringen in das vorhandene Depot, schematisch

3. Die Wirkung setzt rasch ein; beurteilen lässt sich das Ergebnis meist nach ein bis drei Tagen. Häufig wird bewusst in mehreren kleinen Schritten gearbeitet, statt auf einmal viel aufzulösen. Eine erneute Behandlung mit Hyaluronsäure sollte erst mit zeitlichem Abstand erfolgen.

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Die Frage, was sich wieder auflösen lässt und was nicht, gehört zur Auswahl des Materials dazu:

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Sicherheit und Verträglichkeit

Hyaluronidase ist verschreibungspflichtig und wird ausschließlich ärztlich angewendet. Hylase® ist dabei der Name eines Präparats, nicht der des Wirkstoffs. Vor der Anwendung werden Ausgangsbefund, frühere Behandlungen, Vorerkrankungen, Allergien (insbesondere gegen Insektengifte) und eingenommene Medikamente erfasst. Je nach Situation wird ein Verträglichkeitstest vorgeschaltet.

Allergische Reaktionen auf das Enzym sind möglich, in seltenen Fällen auch ausgeprägt; deshalb wird nach der Anwendung beobachtet. Vorübergehend können Schwellung, Rötung und Blutergüsse auftreten. Nach der Auflösung kann die Region für einige Tage flacher wirken als vor der ursprünglichen Behandlung, weil auch körpereigene Hyaluronsäure betroffen ist. Das gleicht sich wieder aus. Mögliche Risiken und die Nachsorge werden vor der Anwendung individuell besprochen.

Häufige Fragen

Nein, nur Hyaluronsäure. Biostimulatoren auf Basis von Calciumhydroxylapatit oder Poly-L-Milchsäure und dauerhafte Materialien sprechen auf das Enzym nicht an. Was damals eingebracht wurde, ist deshalb eine wichtige Frage im Vorgespräch.

Die Wirkung setzt rasch ein. Beurteilen lässt sich das Ergebnis meist nach ein bis drei Tagen; bei Bedarf wird in einem zweiten Termin ergänzt.

Ja, allerdings erst mit zeitlichem Abstand, damit sich das Gewebe erholt und die Wirkung des Enzyms vollständig abgeklungen ist. Wie lang dieser Abstand sein sollte, wird individuell besprochen.

Hilfreich ist es, zwingend nicht. Wenn Sie Behandlungsunterlagen haben, bringen Sie sie gerne mit. Sie erleichtern die Einschätzung, ob das Material überhaupt auf das Enzym anspricht.

Persönliche Beratung bei LIMEA

Ob eine Auflösung in Ihrem Fall sinnvoll und möglich ist, lässt sich erst nach persönlicher Untersuchung beurteilen.

Ihre Ärztin bei LIMEA

Judyta Ilski, Ärztin bei LIMEA Medical Aesthetics in Berlin

Judyta Ilski
Ärztin

Sie studierte zunächst Zahnmedizin, danach Humanmedizin an der Charité Berlin, mit besonderem Interesse an der Dermatologie. Nach ihrer Tätigkeit als Ärztin in der Augenheilkunde widmete sie sich ganz der ästhetischen Medizin und führte über 2.000 Behandlungen durch. Heute leitet sie LIMEA Medical Aesthetics.

Schwerpunkte: Gesichtskonturierung · Volumenausgleich · Faltenbehandlung · Hautqualität

„Was ein Gesicht ausmacht, sieht man nicht sofort. Es zu finden, ist für mich der schönste Teil dieser Arbeit. Und der, der Wissen, Präzision und Leidenschaft braucht.“

→ Mehr über Judyta Ilski